Prof. em. Dr. Rüdiger Voigt

Wissensbereiche: Recht, Politik, Philosophie, Volkswirtschaft

Prof. Dr. jur. Rüdiger Voigt, geb. 1941 in Flensburg, war bis 2007 ordentlicher Professor für Verwaltungswissenschaft und Direktor des Instituts für Staatswissenschaften an der Universität der Bundeswehr München. Er studierte Rechts- und Politikwissenschaft sowie Volkswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Finanzwissenschaft an den Universitäten Kiel und Tübingen. Bis 1978 war er Assistenzprofessor für Öffentliches Recht an der Freien Universität Berlin. Anschließend war er Professor für Politikwissenschaft an der Universität Siegen und Vorsitzender des Forschungsschwerpunktes Historische Mobilität und Normenwandel. Er war Gastprofessor für Rechtstheorie und Rechtsvergleichung an der University of Sydney, Australien. Im Rahmen der Herzog-Initiative zur Einführung einer rechtsstaatlichen Verwaltung in der Volksrepublik China war er als Berater der Regierung tätig. Als Mitglied der ARGE INFRA war er Berater des Verteidigungsministeriums bei der Neuordnung der militärischen Infrastruktur.

Neben seiner Tätigkeit als Autor und Herausgeber staatswissenschaftlicher Werke gibt er die Schriftenreihen „Staatsverständnisse“, Staatsdiskurse“, „Staat – Souveränität – Nation“ und „Politik und Recht“ (zus. mit R. Lhotta und Chr. Möllers) heraus. Dabei steht für ihn stets die auf die politische Gegenwart bezogene Frage im Vordergrund, was sich den Ideen früherer und heutiger Denken für ein zeitgemäßes Staatsverständnis entnehmen lässt. Dieser Fragestellung nähert er sich mit einem interdisziplinären Ansatz. Das zeigt sich u.a. in dem von ihm herausgegebenen Handbuch Staat (2 Bände, 2018) sowie dem Band Aufbruch zur Demokratie (2020).

Schwerpunkte der Forschungsinteressen: Staat, Recht und Verfassung, Verwaltung und Finanzen, Weltordnung, Geopolitik und Kriegsforschung, Visualisierung von Politik.

Zur Webseite des Autors
Publikationen

© Roman Herzog Institut e.V.