Preisverleihung Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft am 12. Juli 2017

RHI verleiht zum vierten Mal den Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft.

1. Preis:
Dr. Julian F. Müller

TU München

„Polycentric Democracy. Making Use of Diversity”

Den ersten Platz belegte in diesem Jahr Dr. Julian F. Müller. Er erhält ein Preisgeld von 20.000 Euro für seine Dissertation „Polycentric Democracy. Making Use of Diversity“, die er am Peter Löscher-Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik der Technischen Universität München (TUM School of Education) vorgelegt hat. In seiner Arbeit plädiert der Philosoph dafür, mehr Wettbewerb in politischen Fragen zuzulassen. Die Vielfalt ethischer und sozioökonomischer Vorstellungen stelle in einer modernen Demokratie keine Bedrohung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar, sondern sei ein Motor für Fortschritt. In Deutschland und Europa müsse es mehr Freiräume für Sozialexperimente und mehr institutionelle Konkurrenz geben, damit Ideen sich in der Praxis bewähren könnten.

2. Preis:
Dr. Ekkehard Köhler

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

„Essays on Fiscal and Monetary Policy”

Der zweite Preis (Preisgeld 10.000 Euro) ging an Dr. Ekkehard Köhler für seine Dissertation „Essays on Fiscal and Monetary Policy”, vorgelegt an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.  In verschiedenen Forschungsarbeiten zeigt der Ökonom, dass der Fortbestand der gemeinsamen europäischen Währungsordnung durch eine stabile Fiskalverfassung in den Mitgliedstaaten positiv beeinflusst wird.

3. Preis:
Dr. Friedrich von Schönfeld

Buccerius-Law-School, Hamburg

„Leitungs- und Kontrollstrukturen in gemeinnützigen Organisationen. Eine Untersuchung zu der Effektivität im Dritten Sektor und deren Verbesserung durch einen Kodex”

Den dritten Preis (Preisgeld 5.000 Euro) erhielt Dr. Friedrich von Schönfeld für seine Dissertation „Leitungs- und Kontrollstrukturen in gemeinnützigen Organisationen. Eine Untersuchung zu der Effektivität im Dritten Sektor und deren Verbesserung durch einen Kodex.“, In seiner Arbeit, die der an der Bucerius-Law-School Hamburg vorgelegt hat, analysiert der Jurist die Leitungs- und Kontrollstrukturen in gemeinnützigen Organisationen. Demzufolge würde ein einheitlicher Kodex die Transparenz im Non-Profit-Sektor erhöhen und die Kontrollfunktion des Wettbewerbs stärken. Dadurch könnten die gemeinnützigen Organisationen effektiver arbeiten.

RHI-Vorstandsvorsitzender Randolf Rodenstock würdigte die Arbeiten der Preisträger als innovative Denkansätze: „Die diesjährigen prämierten Arbeiten zeichnen sich wieder durch eine große Vielfalt aus. Genau diese Bandbreite an Ideen ist notwendig, um die Soziale Marktwirtschaft angesichts der neuen Herausforderungen unserer Zeit immer weiterzuentwickeln.“

An der Preisverleihung und dem anschließenden Generationentalk, moderiert von Dr. Marc Beise, Süddeutsche Zeitung, Leiter Wirtschaftsredaktion, nahm neben den Preisträgern und Professor Isabel Schnabel auch Professor Dr. Dieter Frey, Professor für Sozial- und Wirtschaftspsychologie und Leiter des Center for Leadership and People Management, Ludwig-Maximilians-Universität München, teil.

Der Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft wird jährlich an Nachwuchswissenschaftler verliehen, die mit ihrer Forschung relevante ordnungspolitische Fragestellungen aufgreifen. Mit einem Preisgeld von insgesamt 35.000 Euro handelt es sich um eine der höchstdotierten Auszeichnungen im Gebiet der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Gefördert und unterstützt wird der Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.

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