Demokratie
Unsere Demokratie ist mehr als ein System der Mehrheitsentscheidung.
Sie lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger, vom Vertrauen in Institutionen – und vom ständigen Willen zur Erneuerung. Angesichts gesellschaftlicher und technologischer Umbrüche stellen sich neue Fragen: Wie sichern wir Teilhabe in digitalen Zeiten? Wie stärken wir demokratische Resilienz gegen Populismus und Polarisierung? Und wie gelingt es, Freiheit und Verantwortung neu auszubalancieren? Das Roman Herzog Institut bietet Impulse, über die Zukunft der Demokratie nachzudenken – wissenschaftlich fundiert, interdisziplinär und mit Blick auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt von morgen.
Publikationen zum Thema Demokratie
IMPULSE 2026
Wohin man auch blickt: Krisen und Umbrüche prägen das Bild. Das Erdklima wandelt sich ebenso wie das Kommunikationsklima. Mit dem Erstarken extremistischer Parteien stehen viele westliche Demokratien vor einer Zerreißprobe. Und Konflikte über Werte – etwa über den Schutz des Ungeborenen – drohen zu eskalieren. Was braucht es, damit unsere Gesellschaft in diesen Zeiten stabil bleibt? Das Roman Herzog Institut hat sieben renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um ihre Perspektiven auf diese Frage gebeten. In ihren Beiträgen plädieren sie für mehr Aufklärung und Bildung, für eine Staatsmodernisierung und für Konfliktlösungsstrategien, die sich nicht in Schwarz-Weiß-Denken erschöpfen. Achim Wambach, der Präsident des ZEW – Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, fordert im Gespräch mit RHI-Geschäftsführer Martin Lang eine stärkere Förderung von Grundlagenforschung – nur so sind wir gewappnet für Krisen, die noch in der Zukunft liegen.
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Wie Gesellschaften gelingen
Was macht eine Gesellschaft lebenswert? Neben materiellem Wohlstand ist dafür vor allem der soziale Zusammenhalt entscheidend. Denn ein starkes Wir erhöht die Motivation, sich für die Gemeinschaft zu engagieren – was sich wiederum ökonomisch auszahlt. Umgekehrt droht Ländern, denen es an sozialer Integration mangelt, auch ein Verlust an politischer Stabilität und Wirtschaftskraft. In einem internationalen Vergleich beleuchten die Autoren der vorliegen RHI-Studie diese Zusammenhänge. Sie zeigen Wege auf, wie durch gezielte Investitionen in soziale Strukturen Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und Fairness in einer Gesellschaft gestärkt werden können, worauf es gerade in Krisenzeiten ankommt.
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Gerechtigkeit anders denken
In einer Welt knapper Ressourcen müssen Güter, Lasten und Chancen fair verteilt werden – dieses Verständnis von Gerechtigkeit prägt unser gesellschaftliches und politisches Handeln. Danach ist Gerechtigkeit ein Nullsummenspiel, bei dem Gewinne und Verluste sich ausgleichen: Was der eine bekommt, verliert ein anderer. Der Autor Marius Drozdzewski fordert zu einer neuen Perspektive auf: Viele vermeintlich begrenzte Ressourcen können wir durch vorteilhafte gesellschaftliche Interaktion erweitern. An die Stelle erzwungener Umverteilung tritt freiwillige Kooperation – etwa durch den Tausch von Gütern und Dienstleistungen. So würde aus einer stagnierenden Gesellschaft eine, die durch Zusammenarbeit, Innovation und Fortschritt zur Gerechtigkeit wächst.
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