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Bewegte Mitte – bewegte Gesellschaft
Die Mittelschicht in Deutschland gilt traditionell als krisenfest und stabil. Doch manche sehen sie verunsichert, abstiegsgefährdet und anfällig gegenüber extremen politischen Strömungen. Schon vor der Corona-Pandemie war die Mitte in Bewegung geraten. Die Veränderungen haben vor allem innerhalb der Mittelschicht stattgefunden – hin zu mehr akademisch Qualifizierten. Zu diesem Ergebnis kommen die Soziologen Holger Lengfeld und Jessica Ordemann in ihre empirischen Analyse für die Jahre 1991 bis 2018. Die Ökonominnen Judith Niehues und Theresa Eyerund identifizieren – ebenfalls mit Daten des SOEP –, drei klar unterscheidbare Gruppen in der Gesellschaft: die Zuversichtlichen, die Besorgten und die Beunruhigten. Gesellschaftlich-kulturelle Sorgen treten unabhängig vom Einkommen in allen Schichten auf. Der Soziologe Stefan Hradil kommt zu dem Schluss, dass vor allem die untere Mittelschicht ihre Lage kritisch sieht und politisch wie gesellschaftlich einen Unruheherd darstellt. Durch die Globalisierung fühlen sich nicht nur Teile der Mittelschicht bedroht. Sie bringt auch Gefahren für Umwelt und Gesundheit mit sich, die die Menschen verunsichern.
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Zukunftsnavigator 2021
Deutschland durchlebte 2020 eine der größten Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Um die Allgemeinheit vor dem Coronavirus zu schützen, wurden private Freiheiten stark eingeschränkt, die Wirtschaft auf Sparflamme gesetzt. Jetzt ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Kritisch zu hinterfragen. Und in die Zukunft zu blicken: Welche Erkenntnisse hat die Krise an die Oberfläche gespült? Wie resilient ist unser Land tatsächlich? Welche Lehren können wir ziehen, um auf zukünftige Schocks (besser) vorbereitet zu sein? Als Wirtschaft, als Gesellschaft und als Mensch. Auch 2020 hat das Roman Herzog Institut (RHI) Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammengetrommelt, um sich auszutauschen. Die meisten Treffen fanden aufgrund von Ausgangssperre und Veranstaltungsverbot in digitalen Denkräumen statt. Das vorliegende Buch bildet den interdisziplinären Diskurs mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien ab. Mit dabei: die Volkswirtinnen Karen Pittel und Angelika Zahrnt, die Politikerin Dagmar Schipanski, die Digitalisierungsexpertin Irene Bertschek und die Unternehmerin Angelique Renkhoff-Mücke. Auch dieser Navigator holt die Zukunft wieder in die Gegenwart. Mit starken Texten und Autorinnen.
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Mittelschicht in Deutschland: Verunsichert und ratlos?
Ein schönes Eigenheim besitzen, eine Familie gründen, dem Nachwuchs ein anständiges Studium ermöglichen – dies sind typische Ziele von Angehörigen der Mittelschicht. Wichtige Voraussetzung für solche Lebenspläne ist ein sicherer Arbeitsplatz mit einem guten, geregelten Einkommen. Doch was passiert, wenn die berufliche Zukunft unsicher wird und Arbeitslosigkeit droht? Platzen dann diese und andere Träume? Mit einer repräsentativen Erhebung gehen die Autoren diesen Fragen auf den Grund und stellen fest: Statusverunsicherung kann dazu führen, dass Menschen wichtige Lebensentscheidungen aufschieben. Doch sobald sich ihre Aussichten verbessern, geben sie ihre Zurückhaltung wieder auf. Damit reagieren die Menschen – auch und vor allem in der Mittelschicht – flexibel und pragmatisch auf den permanenten Wandel. Die Mittelschicht kann Unsicherheit aushalten und weiß sich Rat, produktiv mit ihr umzugehen.
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Das bedingungslose Grundeinkommen
Die Digitalisierung hat die Diskussion um ein bedingungsloses Grundeinkommen neu entfacht. Die Grundidee: Der Staat zahlt allen Bürgern lebenslang das Existenzminimum – ohne Bedingung, ohne Gegenleistung. Die Befürworter verbinden mit dem bedingungslosen Grundeinkommen die Hoffnung auf eine grundlegende Gesellschaftsreform. Die Kritiker wenden ein, dass ein solches gebündeltes Transfereinkommen enorme Fehlanreize setze, die Sicherheit des bestehenden Sozialsystems aufgebe und den Bedürfnissen vieler Menschen widerspreche. Damit sind die gegensätzlichen Positionen abgesteckt. Doch wie soll das bedingungslose Grundeinkommen funktionieren? Ließe es sich überhaupt finanzieren? Und steckt mehr dahinter als Sozialromantik? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich zwei ausgewiesene Kenner der Materie, Thomas Straubhaar und Georg Cremer, in dieser Publikation auseinander. In Interviews ergänzen die Ökonomen Korbinian von Blanckenburg und Dominik H. Enste das Pro und Kontra.
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Zwischen Illusion und Innovation
Die Digitalisierung beflügelt die gesellschaftliche Debatte um die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Beim Salonstreitgespräch des Roman Herzog Instituts kamen dazu Befürworter und Kritiker zu Wort: „Die Zeit ist reif“, meint der Ökonom Thomas Straubhaar, ein prominenter Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. Digitaler und demografischer Wandel verlangen geradezu danach, Arbeit und Einkommen zu entkoppeln. Wenn das gesamte Sozialbudget zur Finanzierung des Grundeinkommens eingesetzt werde, könne der Staat wichtige soziale Aufgaben nicht mehr erfüllen, widerspricht der Sozialexperte Georg Cremer. Er fürchtet vor allem die gesellschaftlichen Verwerfungen durch das BGE. Die 20. Ausgabe von „WissensWert“ fasst diesen kontroversen und spannenden Schlagabtausch für Sie zusammen. Das könnte Sie auch noch interessieren:
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Aufbruch oder Abbruch?
Die Digitalisierung wirft fundamentale Fragen auf nach dem Wert der Arbeit und der Position des Menschen in der Arbeitswelt. Das viel beschworene Ende der Arbeitsgesellschaft sorgt für Verunsicherung und Abstiegsängste, die bis in die Mittelschicht hineinreichen. Der Arbeitsmarktexperte Holger Bonin und die Wirtschaftshistorikerin Martina Heßler setzen sich in dieser Publikation mit den Folgen des Strukturwandels für den Einzelnen und für die Gesellschaft auseinander. Die differenzierte Analyse zeigt: Die digitale Transformation ist keine Revolution und die Arbeitsgesellschaft hat Zukunft. Doch der Wandel verlangt danach, grundsätzlich über die Bedeutung von Arbeit nachzudenken und eine Neubewertung vorzunehmen. Damit wird der technologische Wandel zu einer Gestaltungsaufgabe und -chance für uns alle.
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Yes, we change!
Die Debatte zur digitalen Transformation dreht sich meist um neue Technologien und dadurch drohende Gefahren. Der Mensch gerät dabei rasch aus dem Blickfeld. Die Debatte zur digitalen Transformation dreht sich meist um neue Technologien und dadurch drohende Gefahren. Der Mensch gerät dabei rasch aus dem Blickfeld. Deshalb hat das Roman Herzog Institut den Menschen in den Mittelpunkt seines 17. Jahressymposiums gestellt – und zwar persönlich, in der Arbeitswelt und im großen gesellschaftlichen Ganzen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für individuelle Veränderungen? Was macht Beschäftigte und Unternehmen robust gegen Krisen? Wie lassen sich die Menschen besser in Change-Prozesse einbinden? Expertinnen und Experten wie Magdalena Rogl, Chief of Digital Channels von Microsoft Deutschland, der Hirnforscher Gerhard Roth oder der Zukunftsforscher Bernhard Flessner lieferten zu diesen und weiteren Fragen wichtige Impulse für unsere Arbeitsgesellschaft. Außerdem stellten die Soziologen Holger Lengfeld und Stephanie Pravemann ihre exklusiv für das Roman Herzog Institut erstellte Studie „Mittelschicht in Deutschland: Verunsichert und ratlos?“ vor.
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Zukunftsnavigator 2020
Gewohntes muss auf den Prüfstand und es braucht Raum für Visionen. Hier setzt das Roman Herzog Institut (RHI) an: Seit 2002 bittet es jedes Jahr Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft an einen Tisch, um die Zukunftsthemen Deutschlands aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. So auch 2019: Zwölf Monate lang hat das RHI in Workshops, Fachsymposien und Salonstreitgesprächen den gesellschaftlichen Diskurs vorangetrieben. Mitgeholfen, starre Grenzen zwischen Fachdisziplinen zu überwinden und innovative Handlungskonzepte für die Zukunft zu erarbeiten. Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in die Arbeit des Instituts.
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Werte – und was sie uns wert sind
Werte gehen uns alle an. Sie betreffen uns im privaten wie im beruflichen Leben; sie prägen den sozialen Zusammenhalt, die wirtschaftliche Ordnung und die politische Agenda. Das Roman Herzog Institut hat deshalb namhafte Autoren aus Wissenschaft und Gesellschaft sowie Interviewpartner aus Sport, Medizin und Kunst zu einem fach- und genreübergreifenden Wertediskurs zusammengebracht. Breiten Raum nehmen dabei Wertewandel und Vielfalt, mögliche Konflikte und Lösungen ein: Der MigrationsforscherMark Terkessidis zum Beispiel sieht weniger ethnische Herkunft oder Religionszugehörigkeit, sondern eher Diskriminierung und materielle Ungleichheit als wertestiftend an. Als Mittel gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Polarisierung empfiehlt der Staatsrechtler Jens Kersten den Parteien eine Politik des sozialen Zusammenhalts. Gegenwarthistoriker Andreas Rödder hingegen gibt zu bedenken, dass die Inklusion bestimmter Gruppen gleichzeitig zum Ausschluss oder zur Benachteiligung anderer führen kann. In weiteren Beiträgen kommen etwa die Physikerin Dagmar Schipanski („Wissenschaft und Werte“), der Jurist Rupprecht Podszun („Wettbewerb, Werte und Recht in Zeiten von Google & Co.) oder Philipp Lahm zu Wort. Der Ehrenspielführer der deutschen Fußballnationalmannschaft sieht die zentralen Werte im Sport – Respekt vor Regeln, Leistung und Fairplay – auch als richtungsweisend für Unternehmen an.
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Die Mittelschicht in Deutschland
Die Mittelschicht spielt eine zentrale Rolle in unserer Gesellschaft: Sie steht materiell gut da, ist wirtschaftliches Kraftfeld und politischer Stabilitätsanker. Gleichzeitig ist viel von der schrumpfenden Mitte und Abstiegsängsten die Rede. Die Statuspanik reicht vom Facharbeiter bis zum mittelständischen Unternehmen Beim ersten interdisziplinären Werkstattgespräch des Roman Herzog Instituts beschäftigten sich Ökonomen, Philosophen, Psychologen und Soziologen mit der Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit: Welche Ängste und Sorgen treiben die Menschen um? Was sind die Gründe für die aktuelle Verunsicherung? Und wie wirkt sich das auf die Gesellschaft aus? Der 17. WissensWert bereitet die Diskussionsergebnisse kurzweilig auf.
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70 Jahre Soziale Marktwirtschaft
Die Erfolge der Sozialen Marktwirtschaft in der Nachkriegszeit und beim Wiederaufbau sind unbestritten. Individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und Haftung sowie Wettbewerb, verlässliche Regeln und sozialer Ausgleich gehören zu ihren wichtigsten Merkmalen. Doch wofür steht unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung heute, in Zeiten politischer und ökonomischer Umbrüche? Welche Antworten gibt sie auf rasante Veränderungen wie Digitalisierung, Globalisierung und Tertiarisierung? Über diese und weitere Fragen diskutierten Christoph M. Schmidt, Gert G. Wagner, Bruno S. Frey und andere renommierte Experten auf einem Workshop beim Roman Herzog Institut (RHI). Spannende Einsichten lieferten auch die jungen Wissenschaftler, die das RHI mit seinem Forschungspreis ausgezeichnet hat. 70 Jahre Soziale Marktwirtschaft, fünf Jahre wissenschaftliche Nachwuchsförderung am RHI: In einer Doppelveranstaltung feierte das Roman Herzog Institut beide Jubiläen – nachzulesen in der 18. Ausgabe von WissensWert.
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Die gespaltene Mitte
Die Mittelschicht in Deutschland ist seit Jahren stabil und steht wirtschaftlich gut da. Dennoch ist eine gewisse Unzufriedenheit zu spüren. Gesellschaftliche Veränderungen wie die Modernisierung der Arbeitswelt, die Globalisierung der Wirtschaft oder die Individualisierung der Lebensverhältnisse – all das scheint viele Menschen immer mehr zu verunsichern. Doch wer ist die Mitte eigentlich? Um diese Frage zu beantworten, ziehen die Autorinnen für ihre umfangreiche Analyse die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) heran. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass die Mittelschicht aus zwei klar voneinander unterscheidbaren Gruppen besteht: eher besorgten, materialistisch orientieren Menschen (rund ein Drittel) und eher zuversichtlichen Menschen mit postmaterialistischen Werten (rund zwei Drittel). Man darf die Mittelschicht also nicht über einen Kamm scheren, zumal sozioökonomische Faktoren wie Alter oder Einkommen diese Unterschiede nicht erklären können. Vielmehr müssen Politik, Unternehmen oder Medien sie differenziert nach ihren Werten, Einstellungen und Sorgen ansprechen.
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Wegweisend
Die gesellschaftliche Debatte um Werte ist in vollem Gange. Dabei treten vielfach Widersprüche zutage. Jeder beruft sich auf Werte, aber nicht alle haben dieselben Vorstellungen darüber, was wertvoll ist. Doch was sind eigentlich Werte? Wozu sind sie gut? Und welche Werte brauchen wir? Das Roman Herzog Institut fasst die Antworten auf diese Fragen in zehn Thesen zur Bedeutung von Leitbildern in der Moderne zusammen.
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Digitale Disruption?
Digitalisierung, Automatisierung, Künstliche Intelligenz – die Arbeitswelt und die Gesellschaft als Ganzes sind im Umbruch. Viele fühlen sich davon überfordert, sind verunsichert und reagieren ablehnend. Doch stehen wir wirklich vor einer digitalen Disruption, die alles infrage stellt oder gar zerstört? Mit dieser Leitfrage beschäftigten sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln der KI-Experte Damian Borth, der Unternehmensberater Lars Attmer und die Mediensoziologin Christiane Funken. Ihr gemeinsames Fazit: Die Chancen des Wandels übersteigen die zu erwartenden Risiken. Doch vom 16. Jahressymposium des Roman Herzog Instituts geht auch eine Mahnung aus: Damit die Modernisierung eine Erfolgsgeschichte wird, sind die Ängste der Menschen ernst zu nehmen, bedarf es ethisch fundierter Regeln zum Einsatz Künstlicher Intelligenz und besserer Bildung und mehr Qualifizierung der Menschen.
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Wie gerecht ist Deutschland?
Wenn wir uns mit anderen vergleichen, Regeln für das Zusammenleben aufstellen oder Leistungen bewerten – im Kern geht es immer um die Frage: Was ist gerecht? Um es gleich vorwegzunehmen: Darauf gibt es keine eindeutige Antwort. Denn Gerechtigkeit kann sich auf vieles beziehen, etwa Bedürfnisse, Einkommen, Leistung oder Chancen. Und ob wir etwas fair oder unfair finden, darüber gehen die Meinungen oft auseinander – je nachdem welche Werte den Menschen gerade wichtig sind. Dieser Wissenswert zeigt anhand umfangreicher Daten, wie gerecht es zwischen Aachen und Zittau zugeht. Im Vergleich mit 27 anderen Industriestaaten steht Deutschland auf Platz 8 ganz gut da, so das Ergebnis des internationalen Gerechtigkeitsindex. Doch vieles könnte hierzulande auch besser laufen, zum Beispiel in Sachen frühkindlicher Bildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Armutsgefährdung von Alleinerziehenden oder Beschäftigungschancen von Langzeitarbeitslosen.
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Blick zurück nach vorn
15 Jahre Roman Herzog Institut – das sind anderthalb Jahrzehnte lebhafter Austausch zwischen Theorie und Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft. Auf der Festveranstaltung des RHI diskutierten namhafte Experten aus Forschung, Politik und öffentlichem Leben über die Bedeutung von Think-Tanks für die öffentliche Meinungsbildung. In Fachvorträgen zeigte der Soziologe Stefan Hradil die demografischen und soziokulturellen Trends in Deutschland auf, referierte der Wirtschaftsethiker Nils Goldschmidt über Gerechtigkeit in der Sozialen Marktwirtschaft und erläuterte die Physikerin Dagmar Schipanski den Beitrag von Forschung und Bildung zur Lösung drängender Zukunftsfragen. Ein typisch bayerisches Gstanzl, ein Science Slam und Axel Hacke mit seinen zeitkritischen Kolumnen nahmen sich diese Themen auf humoristische Weise vor. Zu seinem Jubiläum hat das RHI auch ein neues Kompendium herausgegeben: Von „Arbeitslosigkeit“ bis „Zuwanderung“ vermittelt es einen crossmedialen Überblick über 15 Jahre interdisziplinäre Forschung am RHI.
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Führen mit Werten
Brexit, Trump, Europa in der Sinnkrise – wir leben in turbulenten Zeiten. Das Vertrauen der Menschen in die Demokratie und ihre Institutionen schwindet. Kritik an der Marktwirtschaft ist weit verbreitet. Wie können sich Unternehmenslenker zu diesen und anderen gesellschaftspolitischen Themen in öffentlichen Debatten positionieren? Sollen sie es überhaupt – oder haben sie mit ihrem Kerngeschäft nicht schon genug zu tun? Werteorientierte Führung von Unternehmen und Mitarbeitern endet nicht am Werkstor. Der Wirtschaftsethiker Karl Homann und der Unternehmensberater Peter Paschek zeigen, dass Führen mit Werten eine gesellschaftliche Aufgabe von Managern ist und was diese ausmacht. Sie sehen die Wirtschaftseliten in der Pflicht, Diskurs- und Handlungsverantwortung zu übernehmen. In einem Interview betont die Personalwissenschaftlerin Michèle Morner die Bedeutung von Werten auch im innerbetrieblichen Kontext: Fairness, Vertrauen und selbstbestimmtes Arbeiten führen zu mehr Motivation sowie Zufriedenheit der Mitarbeiter und damit zu höherer Leistungsfähigkeit.
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Arbeit, Werte, Zukunft
Digitale Chancen: Viele Arbeitsplätze entstehen, indem neue Technologien entwickelt und neue Produkte hergestellt werden.
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