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IMPULSE 2024
Ukrainekrieg und Nahostkonflikt, Energieknappheit und Inflation, Klimawandel und Migration – die aktuellen Krisenherde setzen die Politik unter Handlungsdruck. Doch welchem Kompass soll sie folgen? Und welche Orientierung kann die Wissenschaft dabei bieten? Im politischen Alltag gelten Entscheidungen oft als „alternativlos“. Wenn statt Wahlfreiheit allerdings nur noch Sachzwänge im Vordergrund stehen, schwindet das Vertrauen in die demokratischen Prozesse. Unsere Autorinnen und Autoren zeigen auf, dass dieses Vertrauen zurückgewonnen werden kann. Dafür müssen sich Menschen als selbstwirksam erfahren, mitentscheiden und politisch etwas bewegen können. Gleichzeitig warnen sie vor ungebremster Euphorie über den technischen Fortschritt. Sie fordern ethische Richtlinien für künstliche Intelligenz sowie die Besinnung auf das, was alle Menschen als Menschen miteinander verbindet. Aus dem Inhalt
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IMPULSE Spezial
Die Soziale Marktwirtschaft prägt seit 75 Jahren das wirtschaftliche und gesellschaftliche Miteinander in Deutschland. Um ihre Ausgestaltung wird im politischen Raum stets gerungen und sie ist immer wieder Gegenstand wissenschaftlicher Debatten. Denkanstöße zur aktuellen Diskussion bieten die RHI-Impulse SPEZIAL. Dazu hat das Roman Herzog Institut zwei renommierte Ökonomen, Michael Werding und Michael Hüther, sowie die aktuellen und ehemalige Preisträger*innen des Roman Herzog Forschungspreises zusammengebracht:
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Die autokratische Herausforderung
Weltweit gewinnen autokratische Regime an Einfluss. Selbst in Deutschland und anderen europäischen Staaten schwindet die Zustimmung zur Demokratie. Wie können und sollten liberale Demokratien autokratischen Herausforderungen begegnen? Antworten auf diese Frage bietet der vorliegende Essay von Thomas Willems. Der China-Kenner deckt Defizite der westlichen Demokratien auf und skizziert, wie diese autokratische Anfeindungen wirksam abwehren können. Dabei ist es notwendig, sich ständig für die demokratischen Werte wie Freiheit, Menschenwürde und Pluralität einzusetzen. Denn Demokratie ist kein Selbstläufer. Wehrhaft bleiben kann sie im Systemwettbewerb durch Aufklärung und praktische Teilhabe, die Vermittlung von Medienkompetenz und eine doppelte Verteidigungsfähigkeit – nach innen und außen.
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Demokratie und Autokratie
Lange Zeit galt die Demokratie als die erstrebenswerte Staatsform. Sie fußt auf der freiheitlichen Selbstbestimmung der Menschen und vergibt staatliche Macht immer nur auf Zeit. „Checks and Balances“ sowie die Garantie persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Grundrechte schützen vor staatlicher Willkür und Repression. Doch seit der Jahrtausendwende nimmt die Zahl demokratischer Staaten ab; autokratische Bestrebungen und schrankenlose Machtausübung setzen sich vermehrt durch. Woran liegt das – und wie kann die Demokratie wieder an Strahlkraft gewinnen? Der Philosoph Günter Fröhlich spannt in seiner Antwort auf diese Fragen einen Bogen von Platon und Aristoteles über die Französische Revolution bis hin zu Francis Fukuyama und Karl Loewenstein. Er zeigt auf, wie sich demokratische Institutionen unterwandern lassen und autoritäre Strukturen etablieren können. Für Fröhlich ist die Demokratie das Regierungssystem, das Meinungsfreiheit und ein selbstbestimmtes Leben am besten gewährleistet. Zu ihrer Stärkung mahnt er eine stärkere Gemeinwohlorientierung der Politik an.
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Brauchen existenzielle Probleme radikale Lösungen?
Wie soll eine freiheitlich verfasste Gesellschaft mit existenziellen Problemen umgehen? Diese Frage rührt an unser Demokratieverständnis und an grundsätzliche Aspekte der strategischen Führung. Am Beispiel des Klimawandels diskutierten die beiden Ökonomen Nils Goldschmidt und Niko Paech beim Salonstreitgespräch des Roman Herzog Instituts über politische Entscheidungsfindung und zukünftiges Wirtschaften: Als Vertreter einer „Ökonomie der Reduktion“ setzt Wachstumskritiker Paech auf die Einsichtsfähigkeit der Menschen und konsequenten Konsumverzicht. Der Ordoliberale Goldschmidt hingegen macht sich für eine „Politik der Behutsamkeit“ stark. Er sieht die Lösung radikaler Probleme in Regeln und Anreizen, mit denen sich das Verhalten der Menschen steuern lässt.
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Zwischen Neugier und Nachdenklichkeit
Das Roman Herzog Institut wurde 20 – und viele Gäste kamen. Zu seinem Jubiläum wartete der Think Tank mit einer bunten Mischung aus Vorträgen, Talkrunden, Schauspiel und Zauberei auf. Bundespräsident a. D. Joachim Gauck würdigte in seinem Grußwort das Wirken seines Amtsvorgängers. Die Festveranstaltung im Haus der Bayerischen Wirtschaft bot Anlass zum Rückblick und noch mehr zur Vorausschau auf die programmatische Arbeit des Instituts. Denn die Welt von 2022 ist eine andere als 2002. Es stellen sich neue Herausforderungen, neue Fragen – etwa: Wie gelingt die nachhaltige Transformation unserer Wirtschaft? Was macht uns als Gesellschaft stark? Welche Führung brauchen wir in unsicheren Zeiten? In der Vielfalt dieser Fragen spiegelt sich auch die Themenvielfalt des Instituts wider. Und so waren mit instruktiven Vorträgen dabei:
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IMPULSE 2023
Wir leben in Zeiten des Umbruchs und sehen uns mit einer Reihe von Themen konfrontiert, die für unsere Zukunft – lokal wie global – existenziell sind. Mit den RHI-Impulsen möchte das Roman Herzog Institut hierzu Denkstöße liefern und Orientierung bieten. Deshalb haben wir haben namhafte Wissenschaftlerinnen und Experten danach gefragt, was zu tun ist, um aktuelle und künftige Herausforderungen zu meistern. Im Interview zu wirtschafts-, energie- und klimapolitischen Fragen ermuntert uns Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts München, dazu: „Wir müssen ideologiefreier denken.“ Lesen Sie weitere Beiträge von
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Gespaltene Gesellschaft?
Die vorliegende RHI-Diskussion geht der Frage nach, was es mit der viel beschworenen gesellschaftlichen Spaltung in Deutschland auf sich hat. Die Autorinnen und Autoren argumentieren, dass manche Idealvorstellung über den gesellschaftlichen Zusammenhalt überzogen ist. Sind die Ansprüche an das Gemeinwesen zu hoch, kann die Enttäuschung darüber, dass sie nicht erfüllt werden, sogar spaltend wirken. Empirisch lassen sich Spaltungstendenzen in der Gesellschaft pauschal nicht belegen. Vielmehr ist es in der Bundesrepublik besser um den gesellschaftlichen Zusammenhalt bestellt als in vielen anderen EU-Staaten.
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Ein neuer Blick auf das Alter
„Alt werden wollen alle, alt sein möchte niemand“, heißt es. Wer heute mit 65 Jahren in Rente geht, hat im Schnitt noch 20 Lebensjahre vor sich. Die gestiegene Lebenserwartung verdanken wir auch dem hohen Standard unseres Gesundheitssystems. Doch obwohl die Menschen hierzulande unter guten Bedingungen alt werden, genießt das Alter selbst kein hohes Ansehen. Deshalb ist ein neuer, klischeebefreiter Blick auf das Alter nötig – wobei es „das“ Alter gar nicht gibt, wie acht Expert*innen beim interdisziplinären Online-Workshop des Roman Herzog Instituts feststellten. Sie richteten das Augenmerk auf die Fähigkeiten, die Kreativität und den Erfahrungsschatz älterer Menschen sowie die Potenziale, die darin liegen – für diese selbst, für die Wirtschaft und für die Gesellschaft.
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Wie viel Fake News verträgt unsere Gesellschaft?
Eine stabile, wehrhafte Demokratie lebt von gut informierten, aufgeklärten Bürger*innen. Zur politischen Meinungsbildung tragen immer mehr die sozialen Medien bei. Doch die Verbreitung von Falschmeldungen in Foren, in Blogs und auf Plattformen hat erschreckend zugenommen. Die Inhalte dieser Fake News reichen von täuschend echt wirkenden „Nachrichten“ bis hin zu extremistischer Hasspropaganda. Wie ist es zu erklären, dass immer mehr Menschen gefälschten oder gefühlten „Wahrheiten“ vertrauen? Und welche Folgen hat es, wenn Fakten von Falschmeldungen verdrängt werden? Beim digitalen Workshop des Roman Herzog Instituts diskutierten Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Journalismus intensiv und kontrovers über die Bedeutung von Information und Desinformation für die politische Kultur und das gesellschaftliche Miteinander.
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Starke Gesellschaft – starke Wirtschaft – starkes Ich
Covid-19 bestimmt nach wie unser Leben. Hoffnungsvoll stimmt, dass sich mit dem Impfstoff wieder mehr Sicherheit und Zuversicht verbreiten können. Umso wichtiger ist es jetzt, sich mit dem bisher Geschehenen kritisch auseinanderzusetzen: Welche Lehren lassen sich aus der Corona-Krise ziehen? Was macht uns stark – auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und persönlicher Ebene? Welche Veränderungen sind nötig, um auf Schocks künftig besser vorbereitet zu sein? Neun Expert*innen aus Wissenschaft, Unternehmenswelt und Medien nehmen zu diesen Fragen Stellung. Sie spannen dabei einen weiten Bogen – vom Umgang miteinander in den sozialen Netzwerken über digitale Kompetenzen in Betrieben und an Schulen bis hin zum erfolgreichen Krisenmanagement im Persönlichen (individuelle Widerstandskraft) wie im Globalen (Klimawandel). Gemeinsames Fazit bei all der Vielfalt: Jede und jeder kann Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen und etwas bewegen.
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Fakten, Führung und Alter neu denken
Meinungsvielfalt ist ein hohes Gut, Meinungsstreit fördert den Erkenntnisfortschritt. Doch die Debatten werden zunehmend polemisch und polarisierend geführt. Vor allem in den sozialen Medien geht es mehr um den emotionalen Schlagabtausch als um den sachlichen Austausch von Argumenten. Anstelle von Fakten gewinnen gefälschte und gefühlte Wahrheiten sowie Verschwörungstheorien immer mehr an Einfluss. Wachsamkeit, Verantwortungsbewusstsein und unvoreingenommenes Denken sind nötig, um den gesellschaftlichen Diskurs wieder zu versachlichen. Das 19. Fachsymposium des Roman Herzog Instituts machte dies deutlich bei den Themen: Künstliche Intelligenz und digitale Fälschungen, neue Herausforderungen für Führungskräfte und Beschäftigte in der zunehmend virtuellen Arbeitswelt und produktive Potenziale der älteren Generation.
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Zukunftsnavigator 2022
Deutschland, quo vadis? Auf den ersten Blick scheint ein Kampf der letzten Wahrheiten zu toben, die im postpandemischen Zeitalter jeder für sich anders definiert. Folge: Nachrichten, Meinungen und Diskurse suchen Gleichgesinnte, um sich gegen andere abzugrenzen. Neue Medien und Technologien unterstützen diesen Hegemonialkampf. Wer blickt hier eigentlich noch durch? Mit dem "Zukunftsnavigator" reichert das Roman Herzog Institut die neuen Sackgassen der Eindeutigkeit mit aktueller Perspektivenvielfalt an und macht neue Erkenntnispfade sichtbar. Kurzum: Mehrdeutigkeit anbieten, mit der sich die neuen Wirklichkeiten besser begreifen lassen. Eine kompetente Spurensuche von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien, die unser Land bestens kennen. Ihr Resümee ist vielversprechend: Wer Vielfalt und spielerische Kreativität zulässt, erntet plurale Demokratie, inspirierendes Leadership und soziale Marktwirtschaft. Und eine Gesellschaft, die für die nächste Krise (noch) besser gewappnet ist.
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Digitale Führung
Führen auf Distanz ist eine der zentralen Herausforderungen in der zunehmend virtuellen Arbeitswelt: Die digitalen Medien ermöglichen es uns, miteinander ortsungebunden in Kontakt zu treten. Zugleich schränken sie unsere elementaren Ausdrucks- und Wahrnehmungsmöglichkeiten ein. Das hat zu Verunsicherung auf beiden Seiten geführt – bei der Chefin oder dem Chef und bei den Mitarbeitern. Führungsexperte Jürgen Weibler analysiert, was gute Führung heute ausmacht. Er skizziert die komplexen Herausforderungen und beschreibt, wie Führung – stets verstanden als Beziehung zwischen Führenden und Geführten – auch unter digitalen Bedingungen gelingen kann. Sein Rat an Führungskräfte: virtuelle Beziehungen nicht auf die Spitze treiben, sondern möglichst mit analogen Lösungen – persönlichen Begegnungen von Angesicht zu Angesicht – kombinieren.
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Im digitalen Umbruch
Vor der Corona-Krise begegneten viele dem technischen Wandel in der Arbeitswelt mit Skepsis. Die Sorge, dass Roboter bald unsere Jobs erledigen und die Arbeit nicht mehr für alle reichen könnte, war weit verbreitet. Nach dem pandemiebedingten Probelauf mit digitalen Arbeitsprozessen ist die Akzeptanz für die Modernisierung gestiegen. Doch die Furcht vor dem Verlust von Arbeitsplätzen ist eher noch gewachsen: Niemand kann abschätzen, welche Folgen die Corona-Krise für Unternehmen und ihre Beschäftigten haben wird. Vor diesem Hintergrund stellen sich viele Fragen neu. Das Roman Herzog Institut (RHI) will mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen vor allem die Chancen der Digitalisierung ausloten.
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Der Erste, bitte!
Vor der Zulassung von Impfstoffen gegen Covid-19 ist hierzulande eine breite Diskussion über die richtige Impfstrategie entbrannt. Generell gilt: Freiwillige vor! Da das Serum anfangs nicht für alle reicht, sollten Risikopatienten und Angehörige gefährdeter Berufsgruppen zuerst geimpft werden. Das Roman Herzog Institut (RHI) hat unterschiedliche Positionen zum Thema „Corona-Impfung“ zusammengeführt: Welche Verteilung ist gerecht? Was sorgt für die nötige Akzeptanz? Und wie gehen wir weiter vor, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen? Der RHI-Akzent fasst die Debatte in zehn Thesen zusammen.
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Gemeinsam etwas Positives tun ist auch ansteckend!
Deutschland im Frühjahr 2020: leere Straßen, stille Schulhöfe, Kurzarbeit – das Coronavirus hat das öffentliche Leben zum Erliegen gebracht, private Freiheiten stark eingeschränkt und die Wirtschaft auf Sparflamme gesetzt. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie betreffen alles und jeden hier und weltweit. Entsprechend umfassend war denn auch das Thema im ersten "Digitalen Raum für Reflexion" des Roman Herzog Instituts. Verdichtet auf die Themenblöcke "Gesellschaft", "Unsicherheit", "Gesundheit versus Wirtschaft" sowie "Mensch und Natur" haben mehr als 20 Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft in dem virtuellen Workshop an Lösungen für die Zeit nach der Krise gearbeitet.
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Strategien in Zeiten von Unsicherheit
Unsicherheit gehört zum Unternehmensalltag. Denn das Verhalten von Kunden, Wettbewerbern und Zulieferern ist ebenso wenig vorhersehbar wie Chancen und Risiken auf Märkten. Unternehmen können damit umgehen, wenn gleichzeitig bestimmte Basissicherheiten bestehen, etwa innere und äußere Sicherheit, Rechtssicherheit und Gesundheitssicherheit. Durch Covid-19 herrscht derzeit eine außerordentliche Ungewissheit: Die Pandemie hat weltweit zu Lockdowns und massiven Einschränkungen geführt und greift in die Grundlagen unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung ein. Thomas Hutzschenreuter skizziert, wie Unternehmen nicht trotz, sondern mit diesen Belastungen überleben und sogar erfolgreich wirtschaften können. So suchen viele jetzt nach Wegen, ihre Geschäftsmodelle auf soziale Distanz hin auszurichten. Ein Schlüsselwort in diesem Kontext heißt Digitalisierung.
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