Roman Herzog Lecture mit Prof. Dr. Hans Vorländer
Roman Herzog Lecture 2026
Die Roman Herzog Lecture steht in der Tradition der Reden Roman Herzogs als Bundespräsident, der mit seinem gesprochenen Wort maßgebend in die Öffentlichkeit gewirkt und damit Gesellschaft gestaltet hat.
Aktuell stellen erstarkender Populismus, schwindendes Vertrauen in Institutionen und wachsende Polarisierung demokratische Systeme weltweit auf die Probe. Dies wirft Fragen darüber auf, wie es um den Zustand der Demokratie in Deutschland bestellt ist: Welche Rolle spielt der gesellschaftliche Zusammenhalt? Wie gelingt der demokratische Diskurs? Was braucht es, um antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken? Und in welchen Schritten vollzieht sich der Übergang von einer liberalen, repräsentativen Demokratie hin zu autokratischen Herrschaftsformen?
Das Roman Herzog Institut hat Prof. Dr. Hans Vorländer gebeten, zu diesen und anderen Fragen Stellung zu beziehen und zentrale Ergebnisse seiner neuen, für das RHI erstellten Studie „Gefährdete Demokratie“, vorzustellen.
Veranstaltungsdetails
Roman Herzog Lecture
am 15. Oktober 2026
um abends, Uhrzeit wird noch bekannt gegeben
im Amerikahaus, Karolinensaal, Karolinenplatz 3, 80333 München
! Die Anmeldung wird in Kürze freigeschaltet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. !
Meet the speaker
Die liberale Demokratie vor ihrer inneren Zersetzung zu bewahren, ist und bleibt eine Aufgabe für uns alle.
Publikationen zum Thema Demokratie
Was stärkt Demokratien?
Liberale Demokratien geraten weltweit unter Druck – auch in scheinbar stabilen westlichen Gesellschaften. Im internationalen Vergleich von 181 Ländern identifizieren die Autoren sieben Faktoren (Kapitelarten) für demokratische Resilienz: vom ökonomischen Wohlstand über Bildung und soziales Vertrauen bis hin zu institutioneller Qualität und Nachhaltigkeit. Die Studie zeigt, wie diese Ressourcen zusammenwirken – und wie ihr Zerfall Demokratien gefährdet. Konkrete Empfehlungen richten sich an staatliche Akteure (z. B. Bürokratieabbau, Bildungsinvestitionen), Unternehmen (Förderung demokratischer Unternehmenskultur) und Zivilgesellschaft (Stärkung bürgerschaftlichen Engagements).
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Recht als Waffe
„Lawfare“ ist der Fachbegriff dafür, das Recht als Waffe einzusetzen. Die Volksrepublik China versucht in ihrer Strategie der „Dreifachen Kriegführung“ genau das: mit Hilfe des Rechts geopolitische Kräfteverhältnisse zu ihren Gunsten zu verschieben. Dirk Schmidt zeigt am Beispiel des China-Taiwan-Konflikts, wie die Volksrepublik dabei vorgeht und wie liberale Demokratien darauf reagieren sollten.
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Wie Gesellschaften gelingen
Was macht eine Gesellschaft lebenswert? Neben materiellem Wohlstand ist dafür vor allem der soziale Zusammenhalt entscheidend. Denn ein starkes Wir erhöht die Motivation, sich für die Gemeinschaft zu engagieren – was sich wiederum ökonomisch auszahlt. Umgekehrt droht Ländern, denen es an sozialer Integration mangelt, auch ein Verlust an politischer Stabilität und Wirtschaftskraft. In einem internationalen Vergleich beleuchten die Autoren der vorliegen RHI-Studie diese Zusammenhänge. Sie zeigen Wege auf, wie durch gezielte Investitionen in soziale Strukturen Vertrauen, Kooperationsbereitschaft und Fairness in einer Gesellschaft gestärkt werden können, worauf es gerade in Krisenzeiten ankommt.
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