Politikwissenschaftler
Hans Vorländer
Kurzportrait
Hans Vorländer, geboren 1954 in Wuppertal, ist deutscher Politikwissenschaftler. Er studierte Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften sowie Philosophie und Germanistik an der Universität Bonn und der Universität Genf. 1980 wurde er in Bonn bei Karl Dietrich Bracher promoviert. Von 1981 bis 1984 war er Dozent der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach, bevor er 1984/85 und 1986/87 als Research Associate an der Harvard University forschte. Zwischen 1987 und 1993 lehrte er als Vertretungsprofessor an den Universitäten Frankfurt am Main und Essen; dort habilitierte er sich 1991 mit einer Schrift zum politischen Denken und zur politischen Kultur in den USA von 1776 bis 1920. 1993 folgte er einem Ruf der TU Dresden auf den Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte. Seit 2007 leitet er das von ihm gegründete Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung, seit 2017 zudem das von ihm initiierte Mercator Forum Migration und Demokratie. Gastprofessuren führten ihn u. a. nach Paris und Mexiko-Stadt. Seit 2021 ist er Seniorprofessor an der TU Dresden. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Demokratie-, Verfassungs- und Ideengeschichte, im Liberalismus und Populismus sowie in Fragen von Migration und Integration.
Vorländer leitete zudem den Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (2001–2005) und war Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikwissenschaft (2003–2005); von 2018 bis 2024 gehörte er dem Sachverständigenrat für Integration und Migration an, dessen Vorsitz er 2023/2024 innehatte. Gegenwärtig ist er Vorsitzender des Programmbeirates „Stärkung der Demokratieforschung“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur. Vorländer ist Mitherausgeber der Zeitschrift für Politikwissenschaft und Autor mehrerer Monographien.
Foto: Christoph Söder / dpa