Roman Herzog Forschungspreis 2026
Ausgezeichnete Forschung für eine zukunftsfähige Soziale Marktwirtschaft
Zum dreizehnten Mal wurde am 07. Mai der Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft im Max-Joseph-Saal der Residenz München verliehen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an drei junge Wissenschaftler*innen, die sich mit Triebkräften unternehmerischer Entscheidungen, Wandel auf dem Arbeitsmarkt und dem Vertragsrecht befasst haben. Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender des RHI, erklärte: „Die heute ausgezeichneten drei Wissenschaftler*innen liefern mit ihren Forschungsarbeiten erstklassige und wertvolle Impulse dafür, wie wir Grundlagen unseres Zusammenlebens zukunftsweisend angehen können.“
Zukunft entsteht nicht im Warten, sondern im Handeln
In ihrer Festrede hob Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, die Bedeutung von Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft und verlässlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Funktionieren der Sozialen Marktwirtschaft hervor. Zugleich machte sie deutlich, dass bei Institutionen, Märkten, Sozialstaat, Forschung und Mitbestimmung Reformbedarf besteht. Rodenstock bekräftigte: „Unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung braucht ein Update, dann wird sie auch in Zukunft ein wahres Erfolgsmodell für Deutschland sein“.
Erwartungen und Unsicherheit sind zentrale Treiber wirtschaftlicher Entscheidungen
Mit dem ersten Preis und einem Preisgeld 20.000 Euro wurde Dr. Manuel Menkhoff, Universität Kopenhagen ausgezeichnet. In seiner Dissertation „Expectations and Behavior of Firms in Macroeconomics and Finance” untersucht Menkhoff, wie Schocks, Erwartungen und Unsicherheit die Entscheidungen von Unternehmen prägen.
Regelbasierte Ordnung schafft notwendige Spielräume
Der zweite Preis und ein Preisgeld von 10.000 Euro gingen an Dr. Oliver Schlenker, ifo Institut Nürnberg. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit den Folgen zentraler Arbeitsmarktherausforderungen im Zusammenspiel mit institutionellen Rahmenbedingungen.
Plädoyer für eine bessere Abstimmung von Vertrags- und Datenschutzrecht
Den dritten Preis mit einem Preisgeld von 5.000 Euro erhielt Prof. Dr. Chandna-Hoppe, EBS Universität Oestrich-Winkel. Sie untersucht in ihrer Dissertation „Die Gegenleistung im Vertrag – Gegenstand, Grenzen und Vertragsrisiko“ den schuldrechtlichen Grundbegriff unter Berücksichtigung digitaler Entwicklungen.
Mit der Preisverleihung soll auch das politische Wirken Roman Herzogs und sein entschiedenes Eintreten für die Soziale Marktwirtschaft gewürdigt werden. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. fördert und unterstützt den interdisziplinären Forschungspreis.
Die Festrede stellen wir Ihnen in Kürze auf dem YouTube-Kanal des Roman Herzog Instituts zur Verfügung.
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