Juristin
Anne Paschke
Kurzportrait
Anne Paschke studierte Rechtswissenschaften an der Universität Passau mit dem Studienschwerpunkt IT-Recht. Nach dem Zweiten Staatsexamen war sie von 2012 bis 2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin, zuletzt Akademische Rätin a. Z., am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und Internetrecht von Prof. Dr. Dirk Heckmann in Passau und leitete von 2016 bis 2019 zugleich die dortige Forschungsstelle für IT-Recht und Netzpolitik. 2018 wurde sie mit einer Arbeit zur digitalen Gerichtsöffentlichkeit promoviert, ausgezeichnet mit dem Promotionspreis der Rechtsanwaltskammer München. Von 2019 bis 2021 war sie stellvertretende Referatsleiterin im Bundeskanzleramt.
2021 nahm Paschke einen Ruf an die Technische Universität Braunschweig an, wo sie seither die Professur für Öffentliches Recht, Technikrecht und Recht der Digitalisierung innehat, das Institut für Rechtswissenschaften als Leitende Direktorin und die Forschungsstelle Mobilitätsrecht leitet. Seit 2020 ist sie zudem Gastwissenschaftlerin am TUM Center for Digital Public Services. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht, im Europarecht sowie im Technikrecht, insbesondere im Daten(schutz)recht, Cybersicherheitsrecht, KI-Recht und Medienrecht, ergänzt um das Mobilitätsrecht.
Zudem lehrt sie im Masterstudiengang Informationsrecht (LL.M.) der Universität Oldenburg, ist Mitherausgeberin mehrerer Kommentare, u. a. zum Data Governance Act, und Mitglied in Gremien wie der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK); 2021 wurde sie in die „Agile 50″-Liste des Weltwirtschaftsforums aufgenommen.