Kulturwissenschaftler
Wolfgang Ullrich
Kurzportrait
Wolfgang Ullrich, geboren 1967 in München, ist deutscher Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler. Ab 1986 studierte er Philosophie, Kunstgeschichte, Logik/Wissenschaftstheorie und Germanistik in München; 1991 schloss er mit dem Magister ab, 1994 wurde er bei Thomas Buchheim an der Universität München mit einer Dissertation über das Spätwerk Martin Heideggers promoviert. Danach war er zunächst freiberuflich als Autor, Dozent und Berater tätig, bevor er von 1997 bis 2003 als Assistent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Akademie der Bildenden Künste München wirkte. Es folgten Gastprofessuren an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie weitere Lehraufträge in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Von 2006 bis 2015 hatte Ullrich eine Professur für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe inne, ab 2014 zudem als Prorektor für Forschung. 2015 legte er die Professur nieder und lebt seither als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Leipzig und München. Seit 2024 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. In Forschung und Publikationen befasst er sich mit Geschichte und Kritik des Kunstbegriffs, mit bildsoziologischen Fragestellungen sowie mit Konsumtheorie.
Ullrich veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter „Was war Kunst?“, „Habenwollen“, „Siegerkunst“ und „Selfies“, und ist seit 2019 mit Annekathrin Kohout Herausgeber der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Eike-Schmidt-Preis für Essayistik (1992), der Martin-Warnke-Medaille (2011) und dem Wissenschaftspreis der Aby-Warburg-Stiftung (2011).
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