Medizinethikerin
Nadia Primc
Kurzportrait
Als akademische Rätin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin liegt der Schwerpunkt von PD Dr. Primc in Forschung und Lehre gegenwärtig im Bereich der Medizin- und Pflegeethik. Gegenwärtige Forschungsschwerpunkte umfassen unter anderem die Themengebiete der Organallokation (Wie sollen die knappen postmortalen Spenderorgane verteilt werden? Wie stark dürfen die Erfolgsaussichten einer Transplantation im Rahmen eines deontologisch fundierten Allokationsmodus einbezogen werden?), der Genomeditierung und Reproduktionsmedizin sowie der Digitalisierung der medizinischen und pflegerischen Versorgung.
Stationen
Nadia Primc ist Privatdozentin und akademische Rätin am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie Mitglied des Klinischen Ethikkomitees des Universitätsklinikums Heidelberg und der Ethikkommission der Landesärztekammer Baden-Württemberg. Sie ist zertifizierte Trainerin und Koordinatorin für Ethikberatung im Gesundheitswesen (K3 Zertifizierung der AEM). Am Institut für Geschichte und Ethik der Medizin koordiniert und vertritt sie die Lehre im Fachbereich Medizinethik in unterschiedlichen Lehrgängen der Medizinischen Fakultät, u.a. der Human- und Zahnmedizin, der Interprofessionellen Gesundheitsversorgung, der Versorgungsforschung und Implementierungswissenschaft im Gesundheitswesen. Sie ist gleichzeitig Lehrbeauftragte am Juristischen Seminar der Universität Heidelberg sowie der Akademie für Gesundheitsberufe in Heidelberg. Ihre Habilitation hat sich mit ethischen Fragen der Ressourcenverteilung und Gerechtigkeit am Beispiel der Organallokation und des Umgangs mit knappen pflegerischen Ressourcen im Gesundheitswesen beschäftigt. Zu ihren weiteren Forschungsschwerpunkten gehören u.a. ethische Fragen der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung, Pflegeethik und Ethik der nichtärztlichen Gesundheitsberufe, sowie ethische Fragen der Reproduktionsmedizin.