Soziologe
Matthias Quent
Kurzportrait
Matthias Quent, geboren 1986 in Arnstadt, ist deutscher Soziologe und Rechtsextremismusforscher. Er wuchs in Thüringen auf und studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie an der University of Leicester. 2012 erhielt er für seine Magisterarbeit den Nachwuchspreis des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf. Von 2011 bis 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut für Soziologie der Universität Jena; 2015 promovierte er dort mit einer Dissertation über die Entstehung des NSU.
Ab 2016 baute er als Gründungsdirektor das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) in Jena auf, eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung der Amadeu-Antonio-Stiftung. Diese Leitung hatte er bis Anfang 2022 inne und blieb dem IDZ danach als affiliierter Wissenschaftler verbunden. Im Mai 2021 wurde er zum Professor für Soziologie für die Soziale Arbeit an die Hochschule Magdeburg-Stendal berufen, wo er seither lehrt und forscht; 2022 gründete er dort zudem das Institut für demokratische Kultur. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in politischer und öffentlicher Soziologie sowie Radikalisierungs- und Rechtsextremismusforschung, zunehmend auch in Klimarassismus und gesellschaftlicher Polarisierung.
Quent war zudem Sachverständiger für Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags und des Bundestags, veröffentlicht zahlreiche Bücher und Fachbeiträge und ist Mitherausgeber der Zeitschrift „ZRex“. Für „Deutschland rechts außen“ (2019) erhielt er den Preis „Das politische Buch“ der Friedrich-Ebert-Stiftung.
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