HomeVeranstaltungen / 9. Fachsymposium

9. Fachsymposium des Roman Herzog Instituts in München: Zwischen Gewinn und Verantwortung - Notwendingkeit und Grenzen von Corporate Social Responsibility

Über 200 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fanden sich am 24. November 2011 im Hubertussaal des Schloss Nymphenburg ein. Bundespräsident a. D. Prof. Dr. Roman Herzog und weitere namhafte Experten gingen auf dem diesjährigen Fachsymposium den Fragen nach:

 

  • Wie ist es um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen  bestellt?
  • Wie kann dem zunehmenden Vertrauensverlust gegenüber der Wirtschaft begegnet werden?
  • Bietet das Konzept der Corporate Social Responsibility – kurz CSR – hier einen zukunftsfähigen Ansatz, auch staatliche Defizite auszugleichen?

Über 200 Besucher diskutierten mit uns und den Experten über zukunftsfähige Möglichkeiten und Grenzen von CSR.

Die soziale Verantwortung der Unternehmen wurde sowohl politisch als auch gesellschaftlich betrachtet. Grundsätzlicher Tenor war, dass die Unternehmen zunächst ihren Kernfunktionen nachkommen müssen. Intensiv erörtert wurde ebenfalls, inwieweit die Verantwortung des Unternehmens über die Kernaufgaben hinaus gehe und welche Rolle dem Konsumenten dabei zukomme. Laut Margot Käßmann „hat sich eine Gier entwickelt, die kein Maß kennt“. Gier in der Wirtschaft säht Misstrauen in der Gesellschaft. Prof. Dr. Suchanek, Vorstand und wissenschaftlicher Leiter des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik, führte an, dass aber gerade „Vertrauenswürdigkeit die wichtigste Ressource für unternehmerische Wertschöpfung sei“ und appellierte damit an die Ehrlichkeit der einzelnen Wirtschaftsakteure. Prof. Dr. Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, rückte hingegen das bürgerschaftliche Engagement der Unternehmen in Deutschland in den Blickpunkt.

Inwieweit der Staat (überhaupt) regulativ eingreifen sollte, wenn es um die Übernahme unternehmerischer Verantwortung geht, erörterte Roman Herzog mit Dr. Jürgen Heraeus, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Heraeus Holding GmbH und Vorstandsvorsitzenden von UNICEF Deutschland. Die Frage nach der Aufgabenteilung zwischen Markt und Staat ist laut Roman Herzog jedoch schwer zu beantworten: „Wenn hier irgendjemand weiß, welche Aufgaben dem Staat und welche dem Markt zukommen: Der ist nobelpreisverdächtig“.

Veranstaltungsvideo

Referenten

Referenten

  • Prof. Dr. Margot Käßmann, Professorin für Sozialethik an der Ruhr-Universität Bochum
    Vita PDF
  • Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln
    Vita PDF
  • Prof. Dr. Andreas Suchanek, Vorstand und wissenschaftlicher Leiter des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik
    Vita PDF
  • Dr. Jürgen Heraeus, Aufsichtsratsvorsitzender der Heraeus Holding GmbH und Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland
    Vita PDF
  • Prof. Dr. habil. Josef Wieland, Direktor des Konstanz Instituts für WerteManagement (KIeM)
    Vita PDF
  • Prof. em. Dr. Friedhelm Hengsbach, Hochschule Sankt Georgen
    Vita PDF
  • Prof. Dr. Christoph Lütge, TUM School of Education
    Vita PDF
  • Paul Habbel, Geschäftsführer, Gutmann Aluminium Draht GmbH
    Vita PDF 

Referentenbeiträge

Referentenbeiträge

  • Thesenpapier Prof. Dr. Andreas Suchanek PDF
  • Thesenpapier Prof. Dr. habil. Josef Wieland PDF
  • Thesenpapier Prof. em. Dr. Friedhelm Hengsbach PDF
  • Thesenpapier Prof. Dr. Christoph Lütge PDF
  • Thesenpapier Paul Habbel PDF
  • Vortrag Prof. Dr. Michael Hüther PDF
  • Vortrag Prof. Dr. Andreas Suchanek PDF