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8. Fachsymposium am 25. November 2010 in München: Was erben unsere (Enkel-)Kinder? Herausforderung: Generationengerechtigkeit

Rund 190 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft fanden sich am 25. November 2010 im Hubertussaal des Schloss Nymphenburg ein, um sich über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Perspektiven zum Thema Generationengerechtigkeit auszutauschen. Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog diskutierte mit Prof. Dr. Dr. Udo di Fabio, Richter am Bundesverfassungsgericht, und weiteren namhaften Experten vor welchen Herausforderungen zukünftige Generationen stehen werden.

Der Gastgeber und Vorstandsvorsitzende des Instituts, Randolf Rodenstock, stellte zum Abschluss des Fachsymposiums fest: „Bei den Menschen entwickelt sich ein Bedürfnis nach Generationengerechtigkeit.“ Er betonte, dass Chancengerechtigkeit, nicht Verteilungsgerechtigkeit, zur Verwirklichung der Generationengerechtigkeit nötig sei. Dies beinhalte, so Rodenstock weiter, „die Bereitschaft zur Freiheit“ und die Fähigkeit, „das Soziale neu zu denken“. Der Ehrenvorsitzende des RHI, Prof. Dr. Roman Herzog mahnte: „Ein umgekehrter Generationenvertrag wäre nötig, in dem Ältere versprechen, auch die Belange der Jüngeren zu berücksichtigen.“ Herzog machte im Hinblick auf die demografischen Herausforderungen auch deutlich: „Wir werden zukünftig nur noch auf Sicht fahren können.“

Insbesondere die Ergebnisse einer aktuellen RHI-Umfrage gaben Anlass zur Sorge: Danach kristallisierte sich das Unmöglichkeitsdreieck der Generationengerechtigkeit heraus, wonach unterschiedliche Maßnahmen zur Rentenreform von jeweils einer Generation (junger, mittlerer oder älterer Generation) als ungerecht empfunden werden. Für keine der drei Reformansätze, Erhöhung des Renteneintrittsalters, Erhöhung der Rentenbeiträge oder geringere Rentensteigerungen ließ sich eine Mehrheit finden.

Einigkeit besteht dagegen laut RHI-Umfrage im Hinblick auf die Frage, was an der Generationengerechtigkeit besonders wichtig sei: 96 Prozent der Befragten halten ein gutes Bildungs- und Ausbildungssystem für wichtig. Dieser Befund lässt darauf schließen, dass zwar nicht alle Maßnahmen zur Förderung von Generationengerechtigkeit  einfach durchzusetzen sein werden, dennoch kann von einer Entsolidarisierung der Generationen keine Rede sein.

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Referenten

Referenten

  • Prof. Dr. Roman Herzog, Bundespräsident a.D.
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  • Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio
    Rechtswissenschaftler und Richter am Bundesverfassungsgericht
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  • Prof. Dr. Ulrich Hemel
    Theologe, Unternehmer und Direktor des Instituts für Sozialstrategie, Berlin
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  • Prof. Dr. Michael Hüther
    Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln
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  • Prof. Dr. Bernd Huber
    Professor für Volkswirtschaftslehre und Präsident der LMU München
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  • Prof. Dr. Horst Opaschowski
    Wissenschaftlicher Leiter der BAT-Stitung für Zukunftsfragen, Hamburg
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  • Prof. Dr. Martin Werding
    Professor für Sozialpolitik und Sozialökonomie an der Ruhr-Universität Bochum
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Referentenbeiträge

Referentenbeiträge

  • Präsentation Prof. Dr. Michael Hüther PDF   
  • Thesenpapier Prof. Dr. Ulrich Hemel PDF   
  • Thesenpapier Prof. Dr. Horst Opaschowski PDF 

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