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Jahressymposium 2009: (In) Deutschland NEU DENKEN - Vision Gerechtigkeit: Was ist gerecht?

Auf dem diesjährigen Jahressymposium des Roman Herzog Instituts stand die gesellschaftspolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts im Mittelpunkt: die Frage der Gerechtigkeit.

Rund 190 auserwählte Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung des Roman Herzog Instituts und kamen am 26. November 2009 ins Lenbach Palais um den aktuellen Stand zur Gerechtigkeitsforschung zu erfahren. Neben Altbundespräsident Prof. Dr. Roman Herzog diskutierten namhafte Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen, darunter der renommierte Gerechtigkeitsforscher und Rawls Schüler, Prof. Dr. Thomas Pogge von der Yale University New Haven, die Frage, wie wir in Zukunft für mehr Gerechtigkeit sorgen können. Der Gastgeber und Vorstandsvorsitzende des Instituts, Randolf Rodenstock, machte dabei deutlich: Gerechtigkeit ist das Schmieröl unseres Gemeinwesen, weil sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgt. Aber Gerechtigkeit darf nicht mit materieller Gleichheit verwechselt werden. Letztere ist, so Rodenstock, in einer Marktwirtschaft weder sinnvoll noch wünschenswert. Altbundespräsident und Ehrenvorsitzender des RHI, Prof. Dr. Roman Herzog warnte vor einem allzu inflationären Missbrauch des Wortes Gerechtigkeit. Er wies darauf hin, dass der Begriff der Gerechtigkeit oftmals in Zusammenhängen verwendet wird, in denen er nichts zu suchen hat.

Sorge erregt dabei auch der Befund, dass nur 40 Prozent innerhalb der Bevölkerung der Auffassung sind, dass ihre persönlichen Chancen für ein berufliches Fortkommen in einem angemessenen Verhältnis zu ihren erbrachten Leistungen stehen. Und jeder zweite Deutsche glaubt nicht daran, dass Erfolg vor allem aus harter Arbeit resultiert.

Zeitgleich zum Symposium gab das RHI die Ergebnisse eine aktuellen Studie bekannt, die belegt, dass von 1995 bis 2007 mehr als 37 Prozent aus der gesellschaftlichen Mitte den Aufstieg in eine höhere Schicht geschafft haben. Aus der untersten Schicht schaffte diesen gesellschaftlichen Aufstieg sogar mehr als jeder Zweite. Laut Studie gelang der Hälfte der Geringverdiener binnen zwölf Jahren der Aufstieg in eine höhere Schicht, 17 Prozent stiegen ganz nach oben.

Veranstaltungsvideo

Deutschland NEU DENKEN
Vision Gerechtigkeit:
Was ist gerecht?
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Referenten

Referenten

  • Prof. Dr. Roman Herzog, Bundespräsident a.D.
  • Prof. Dr. Wolfgang Kersting
    Leiter des Kieler Forums für politische Philosophie und Wirtschaftsethik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Fetchenhauer
    Direktor des Instituts für Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Universität zu Köln
  • Prof. Dr. Michael Hüther
    Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln
  • Prof. Dr. Thomas Pogge
    Lehrstuhl für Philosophie and International Affairs, Yale University New Haven
  • Prof. Dr. Stefan Liebig
    Lehrstuhl für Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse an der fakultät für Soziologie an der Universität Bielefeld
  • Dr. Ing. E.h. Hans G. Huber
    Vorstandsvorsitzender der Hans Huber AG, Berching
  • Elisabeth Hintermann
    Geschäftsführende Gesellschafterin Mühldorfer GmbH & Co.KG, Haidmühle

Referentenbeiträge

Referentenbeiträge

  • Beitrag von Prof. Dr. Detlef Fetchenhauer PDF
  • Beitrag von Prof. Dr. Michael Hüther PDF
  • Beitrag von Prof. Dr. Wolfgang Kersting PDF

Veranstaltungsflyer

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Flyer als PDF

Pressemitteilung

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