Rente mit 67

Broschüren
Demographie, Die Gesellschaft von morgen
2004
Druckexemplar: Nein
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Offiziell liegt das Rentenalter bei 65 Jahren. Viele Menschen gehen früher. Dieser verlängerte Lebensabend mag individuell gesehen sehr wertvoll sein, doch damit werden die Sozialsysteme extrem belastet. Die junge Generation muss dafür bezahlen.
Die Rentenversicherung gerät nicht nur wegen der niedrigen Geburtenraten in die Schieflage, sondern auch, weil die Menschen immer länger leben: So hatte 1960 ein 60-jähriger männlicher Deutscher eine weitere Lebenserwartung von im Schnitt 15,5 Jahren – heute sind es schon 19,3 Jahre. Bei den 60-jährigen Frauen hat sich die noch bevorstehende Lebensspanne sogar um fünf auf 23,5 Jahre erhöht. Zudem hat sich die Schere zwischen Lebens- und Arbeitsjahren in den Industrieländern geöffnet: Im Jahr 1960 kamen die Männer OECDweit
auf fast 50 Schaffensjahre. Die übrige Zeit, beinahe 18 Jahre, waren für das Buddeln im Sandkasten, das Büffeln in der Schule und den Ruhestand reserviert. Heute hat sich das Verhältnis deutlich verschoben: Von 74
Lebensjahren wird gerade noch die Hälfte im Büro oder an der Werkbank verbracht. Insofern spricht alles dafür, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anzuheben.
