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Herren ohne Schöpfung

Institut der deutschen Wirtschaft Köln
Broschüren
Demographie, Die Gesellschaft von morgen
2004
Druckexemplar: Nein
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Wenn von der Unlust der Deutschen auf Nachwuchs die Rede ist, stehen zumeist die Frauen am Pranger. Sie lockt die Karriere angeblich mehr als das Mutterglück. Aber auch die Herren der Schöpfung tun sich mit der Elternschaft schwer.


In nationalen und internationalen Statistiken wird die Fruchtbarkeit einer Nation an der Zahl der Kinder je Frau festgemacht. Dabei ist Deutschland iminternationalen Vergleich auf den hinteren Rängen zu finden: Im Jahr 2003 wurden in Deutschland 1,4 Kinder pro Frau geboren – in den USA dagegen waren es 2,1 Kinder.


Wie es bei den Männern mit der Fortpflanzung aussieht, interessierte die Datensammler bislang kaum. Nun hat das in Berlin ansässige Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) auf Basis einer Zusatzumfrage des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) die familiären Verhältnisse von Männernhierzulande untersucht. Demnach ist auch das starke Geschlecht nicht übermäßig familienfreundlich (Grafik): Im Jahr 2001 war ein Drittel der Männer über 20 Jahre kinderlos – aber nur jede vierte über 20-jährige Frau hatte
weder Sohn noch Tochter. Dabei handelt es sich allerdings um eineMomentaufnahme: Wer heute im Alter von 25 Jahren keine Kinder hat, kann zu einem späteren Zeitpunkt natürlich noch Vater werden.


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